Agrana bietet eine solide Wachstumsstory, die OMV eine sich abzeichnende Ergebnissteigerung und SBO ein nur mehr sehr begrenztes Potenzial

Die News der Woche aus Sicht der Analysten der Erste Group.
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Vladimira Urbankova zu Agrana

Agrana gab am Donnerstag die Zahlen für die ersten neun Monate 2017/18 bekannt. Die Umsätze konnten um 2,2% auf EUR 2.011 Mio. erhöht werden. Unterstützt von den gestiegenen Zuckerverkaufspreisen im Segment Zucker sowie der positiven EthanolPreisentwicklung im Segment Stärke verbesserte sich das operative Ergebnis um knapp 25% auf EUR 171,6 Mio. Das Nettoergebnis betrug EUR 124,6 Mio. und lag damit um knapp 40% über dem Ergebnis der ersten neun Monaten 2016/17. Das Management hat den Ausblick für eine deutliche Verbesserung (>10%) des operativen Ergebnisses bestätigt, die Umsatzprognose jedoch leicht zurückgenommen. Die neuen Rahmenbedingungen im Segment Zucker nach der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes deuten auf ein zukünftig herausforderndes Marktumfeld im Segment Zucker. Nichtsdestotrotz glauben wir, dass die langfristige Investmentstory von Agrana voll intakt ist. Das diversifizierte Portfolio (Zucker, Stärke, Frucht) bietet eine solide Grundlage, Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich sowohl organisch, als auch durch Akquisitionen. Der Kauf des serbischen Zuckerproduzenten Sunoko befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Vladimira Urbankova zu SBO

In unserer jüngsten Analyse haben wir die Empfehlung von Akkumulieren auf Halten zurückgestuft. Das Kursziel haben wir von zuletzt EUR 69 auf EUR 94,5 erhöht. Die Erhöhung des Kursziels ist auf mehrere Faktoren in unserem Bewertungsmodell zurückzuführen. Die Erholung der Ölpreise, die auch auf die Verlängerung der verringerten Förderquoten von OPEC und Nicht-OPEC-Mitgliedern zurückzuführen ist, spielt dabei eine wesentliche Rolle. SBO wird nächste Woche die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2017 präsentieren. Eine nicht cash-wirksame Aufwandsbuchung in Höhe von über EUR 90 Mio. im Zusammenhang mit der Optionsbewertung eines Minderheitsanteils einer Tochtergesellschaft wir das Ergebnis des Unternehmens belasten. Wir rechnen mit einem Verlust von EUR 79,1 Mio. für das Gesamtjahr. Auf der anderen Seite haben wir unsere Schätzungen für Umsatz und EBIT deutlich erhöht. Die Trendumkehr im Ölsektor ist voll im Gange, die Aktie ist in letzter Zeit sehr gut gegangen, besser als es etwa Ölpreis und Bohranlagenentwicklung vermuten lassen würden. Aktuell sehen wir nur mehr sehr begrenztes Potenzial, weswegen wir unsere Empfehlung auf Halten zurücknehmen.

Thomas Unger zu OMV

Die OMV hat heute die Performance-Kennzahlen für das 4. Quartal 2017 veröffentlicht. Nach Abschluss der Akquisition des Juschno Russkoje Gasfelds in Russland Anfang Dezember 2017, konnte die Gesamtproduktion im Upstream deutlich gesteigert werden (von 341.000 Fass Öl-Äquivalent/Tag im Q3 auf 377.000 im Q4/17). Nach den jüngsten Ölpreissteigerungen kam der Sprung im durchschnittlich realisierten Ölpreis von USD 52 pro Fass im Vorquartal auf USD 61 wenig überraschend. Im Bereich Downstream sank die Referenz-Raffineriemarge von USD 7,0 pro Fass im Q3/17 auf USD 5,7 im Q4. Langfristig betrachtet, liegt der Wert trotz des Rückgangs noch immer auf hohem Niveau. Das Q4-Ergebnis wird am 21. Februar präsentiert und die Indikatoren im Trading Statement deuten auf ein gutes Ergebnis hin. Vor allem der Bereich Upstream sollte aufgrund der deutlich erhöhten Produktion und des Ölpreisanstiegs eine klare Ergebnissteigerung verzeichnen.
 
red
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