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13.07.2017

Österreichs Pensionskassen-Veranlagungsertrag im erstem Halbjahr bei 3,2 Prozent

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Die österreichischen Pensionskassen haben im ersten Halbjahr ein Veranlagungsergebnis von 3,2 Prozent erzielt. Damit wurde die durchschnittliche Performance von 2,29 Prozent des ersten Quartals noch weiter verbessert. Die Anlageexperten der Branche hätten die positive Entwicklung der Finanzmärkte optimal genutzt, erklärte Fachverbandsobmann VBV-Chef Andreas Zakostelsky.

Von der neuen Bundesregierung, die sich nach dem 15. Oktober formieren wird, wünscht sich Zakostelsky "ein klares Bekenntnis zur ergänzenden Altersvorsorge und zur Schaffung noch besserer Rahmenbedingungen, um in Zukunft allen ArbeitnehmerInnen in Österreich eine Zusatzpension zu ermöglichen". Es sollte alles unternommen werden, damit der Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge im Interesse aller Österreicher rasch vorangetrieben werde.

Über 900.000 Österreicher bzw. rund 22 Prozent der heimischen Arbeitnehmer haben derzeit Anspruch auf eine Firmenpension. Aktuell sind fünf überbetriebliche und fünf betriebliche Pensionskassen Mitglied im Fachverband. Insgesamt veranlagen die zehn Kassen 21,4 Mrd. Euro Vermögen - sie sind der größte private Pensionszahler Österreichs.

Überraschend sei heuer trotz diverser politischer Ereignisse die relativ ruhige, fast stetige Aufwärtsentwicklung der globalen Aktienmärkte gewesen, heißt es im neuen Pensionskassenbrief des Fachverbands von Donnerstag. Überraschend insofern als diese nun schon - mit einer kleinen Unterbrechung - das neunte Jahr anhält. Die Pensionskassen haben in den letzten fünf Jahren Veranlagungserträge von durchschnittlich 5,5 Prozent jährlich erwirtschaftet.

Hauptursache der guten Halbjahres-Performance sei die nachhaltige Wiederbelebung der Weltwirtschaft. International, in Europa und den USA, seien die Aktienmärkte im ersten Quartal stark angestiegen und hätten teils Rekordniveaus erreicht. Es scheine fast so, als hätten sich Investoren seit dem Brexit-Votum auf eine turbulente politische Welt eingestellt und ließen sich von einzelnen politischen Ankündigungen nicht mehr aus dem Konzept bringen.

Die Pensionskassen hätten ihre Anlagestrategien schon im Vorjahr in mehreren wesentlichen Punkten angepasst - erstens seien die Aktienquoten weiter erhöht worden, zweitens sei die Veranlagung in Emerging Markets, Staats-, Corporate-Bonds und Aktien ausgebaut worden. Zudem seien die Veranlagungen in europäische Staatsanleihen aus Ertrags- und Risikogründen weiter reduziert und generell die Zinssensitivität in den Anleihenportfolios zurückgenommen worden.

(APA)


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