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11.01.2018

Mehr Gold, weniger Öl

(c)


Jan-Hendrik Hein, Associate Director - Head of German Speaking Regions bei ETF Securities, berichtet hier wöchentlich über die Entwicklungen am Rohstoffmarkt:

Edelmetalle. Vom schwachen US-Dollar unterstützt schlossen die Goldpreise in dieser Woche um 1 Prozent höher. Auch wenn die US-Beschäftigung im Dezember nicht zugenommen, sondern die Schätzungen im Zuge des Rücklaufs im Dienstleistungssektor deutlich um 42.000 Stellen verfehlt hat, ist es wohl nicht zu einer Trendumkehr gekommen. Die privaten Arbeitgeber beispielsweise schufen den ADP-Zahlen zufolge im Dezember 250.000 Stellen, was den höchsten monatlichen Zuwachs seit letzten März markiert. Daneben dürfte auch die Verabschiedung des US-Steuergesetzes den Gewinnen der US-Unternehmen zugute kommen. Wir sehen also keinen Grund, für den März nicht mit einer Anhebung der Zinsen durch die Fed zu rechnen, zumal aus dem in der letzten Woche veröffentlichten Dezember-Protokoll der Fed hervorgeht, dass sich der Offenmarktausschuss Sorgen über die 2018 lohnbedingt höheren Inflationserwartungen macht. Da mit einem Anstieg der Inflation zu rechnen ist, dürfte die Fed ihren Kurs beibehalten und die Zinsen 2018 insgesamt drei Mal anheben, was die Entwicklung von Gold wahrscheinlich bremsen wird.

Palladium setzte seinen letztjährigen Trend fort und erreichte zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Marke von 1100 US-Dollar. Dabei profitiert der Palladiumpreis insbesondere von der Furcht vor einer Angebotsknappheit. Unseren Erwartungen zufolge wird aber Platin, das ähnlich gehandelte Pendant von Palladium, dank seines Preisrückstands und der Stärkung des europäischen Automobilmarkts besser abschneiden.

Energie. Bei Rohöl-ETPs, die Abflüsse verzeichneten, hält der Trend aus dem letzten Jahr unnachgiebig an. Befürchtungen, dass die politischen Unruhen im Iran die Ölversorgung unterbrechen könnten, und die OPEC-Förderquoten, die weitgehend eingehalten wurden, trieben Rohöl der Sorte Brent mit 68 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2015.

Auch Rohöl der Sorte WTI stieg wegen der weltweit positiven Wirtschaftsdaten und der extrem kalten Witterung in den USA, verfehlte aber sein Hoch aus dem Jahre 2015. Wie aus den zunehmenden Short-Positionen in Rohöl-ETPs ersichtlich wird, steigt das Bewusstsein, dass die aktuellen Preise nicht nachhaltig sind, vor allem dann nicht, wenn die USA die Förderung ausweiten und der Iran wieder zur Ruhe kommt.



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